Mein Jahr auf der grünen Insel
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Lahinch - Lisdoonvarna - Wexford - Rosslare - Silverton/Exeter

Nun ist es also soweit. Meine Zeit in Irland ist vorbei und ich befinde mich auf meiner Rückreise.

Zunächst habe ich den Samstag mit Kochen verbracht um am Abend meine Freunde zu bewirten. Groß war die Runde nicht, viele konnten leider nicht dabei sein wie Tashi oder Disa. Robert und Adva vom hostel in Doolin mussten kurzfristig absagen weil ihr Sohn einen Virus mit nach Hause gebracht hatte. Heloise, auch aus dem hostel, kam vorbei, hatte aber spontanen Besuch von Freunden aus Cork, deshalb blieb sie nur kurz. Die Runde bestand schliesslich aus meiner Hausgemeinschaft, Disas Mann Kevin mit den beiden Söhnen, Ulla und Kelly mit Patrick und Grace. Valerie, die in Thurles gearbeitet hatte, kam erst nach acht in Lahinch an. Wir hatten aber jede Menge Spaß und auch gutes Essen. ;-)

Der Abschied war kurz, Kelly und ich haben gleich vereinbart, dass ich am Montag noch vorbeischaue bevor es richtig losgeht. 

Den Sonntag habe ich damit verbracht zu packen..... ich glaube es ist noch mehr Zeug als auf der Hinreise! Zwischendurch sind Valerie und ich noch im heftigen Wind an den Strand von Lahinch, wo Roisin, Sineads Schwester, einen Event organisiert hatte der #earthtoparis hiess. Ein Foto von der Menschenmenge um den Schriftzug im Sand herum wurde gemacht und zum Umweltgipfel nach Paris geschickt.

Montag dann einladen und möglichst klug packen. Nach dem Mittag bin ich dann erst nach Lisdoon gefahren, um mich von Kelly zu verabschieden die im Smokehouse gearbeitet hat. Das fiel uns beiden sehr schwer. Ich hoffe sehr, dass sie es schafft mich in Hannover zu besuchen!

Dann der lange Weg nach Wexford....lt. Navi 3 Std. 45 Min für 270 km....ich habe fast fünf Std. gebraucht. Dementsprechend fertig war ich. Es gab noch ein Guinness und etwas zu essen im Hotel, dann ein heißes Bad. In meinem völlig überwärmten Zimmer habe ich leider nicht sehr gut geschlafen, mir ging aber auch zu viel durch den Kopf.

Am Morgen vor sieben Uhr aufstehen, anziehen, packen und on the road. Frühstück wollte ich mir unterwegs holen, Check in an der Fähre musste bis spätestens acht erfolgen. Der Hafen von Rosslare war ca 20 Min. Fahrzeit entfernt.  Alles gut geklappt, Frühstück habe ich mir dann aber doch an Bord gegönnt....Die irische See war glücklicherweise nicht sooo unruhig. Mit einem Reisekaugummi und einem Nickerchen waren diese dreieinhalb Std. gut zu überstehen. Um halb eins haben wir in Fishguard angelegt.

Die Fahrt zunächst durch Wales, dann an Bristol und Gloucester vorbei bis nach Devon hinein war schön. Besonders Wales hat mich mit seinen grünen Hügeln und Schafen sehr an Irland erinnert. Allerdings sieht alles irgendwie ordentlicher und geordneter, außerdem größer aus. Viele Autos, LKWs, mehrspurige Straßen, da muss ich mich erst mal wieder dran gewöhnen. Witzig finde ich, dass die Waliser genau wie die Iren alle Straßenschilder zweisprachig beschriften. Man findet obenauf Walisisch/ Welsh, darunter Englisch. Mein lieber Herr Gesangverein, habe ich gedacht irisch wäre kompliziert? Das ist nichts gegen welsh......

Jetzt bin ich also in meinem netten B&B in Silverton, Exeter. Ich werde mich etwas auffrischen und die Treppe runter ins Pub gehen. Die Speisekarte sieht gut aus und es gibt Pale Ale vom Fass. Was will man mehr? 

Morgen entdecke ich etwas Devonshire und Exeter bevor es weiter geht in die große Stadt.....London!

 

1.12.15 19:31


Wie alles begann - nostalgic trip

Wer mich kennt, weiß, dass meine Liebe zu Irland schon eine längere Geschichte hat. Während ich mich in den letzten Monaten hier im wunderschönen County Clare rumgetrieben habe, ging mir auch immer wieder mein erster Besuch der grünen Insel durch den Kopf. Deshalb habe ich mich Samstag kurzerhand auf eine nostalgische Reise begeben.

Ursprünglich wollte ich damals in 2000 mit meinem guten Freund Stefan einen ersten Trip hierher machen. Die Zeit verging jedoch ohne einen Fortschritt in der konkreten Planung und schliesslich entschied ich mich, allein zu reisen. Aus ursprünglich einer Woche wurden zwei und weil der Flug mit Ryanair damals lächerliche 99 D-Mark kostete kam ein Mietwagen dazu.

Ich flog von Hahn nach Shannon, im Flugzeug machte ich Bekanntschaft mit zwei reizenden Frauen, Freundinnen die seit bald zwanzig Jahren einmal im Jahr gemeinsam und ohne ihre Männer verreisten. Wie ich nun mal so bin, hatte ich schon einen Teil der Reise geplant und so auch meine erste Unterkunft gebucht. Anhand der Liste unabhängiger Hostels in Irland hatte ich das Jamaica Inn im Örtchen Sixmilebridge ausgesucht, weil es dem Flughafen am Nächsten lag. Meine beiden Bekanntschaften waren mit Rucksack und ohne Plan unterwegs, also lud ich sie kurzerhand in meinen Miet Fiat Cinquecento und nahm sie mit.

 

Das Hostel steht heute leider leer und ist zu verkaufen. 

Den Abend verbrachten wir in einem Pub im Ort wo wir mit zwei Gästen sowie dem Wirt ins Gespräch kamen. Ein wirklich vergnüglicher Abend.

Der beschauliche Ort ist überraschenderweise ein nettes kleines Reiseziel wie ich jetzt festellen konnte.

Eine Entenherberge auf dem Fluß :-)))))

Am nächsten Morgen machten wir damals einen Ausflug ins nahegelegene Bunratty Castle, dass auch einen Folkpark hat, der einem das ursprüngliche Leben in Irland näher bringen soll. Eine von Valeries Cousinen tritt hier heutzutage als Sängerin auf mittelalterlichen Banketts auf.

Heute werden 15 Euro Eintritt genommen, das habe ich mir gespart.....

In 2000 setzten wir unsere Reise von hier aus fort nach Doolin wo ich im Aille River Hostel (auch auf der Liste) reserviert hatte.....der Rest ist sozusagen Geschichte. Dieses Dörfchen und Hostel haben es mir von Beginn an angetan. Ein Morgen im Sonnenschein mit einer Tasse Tee und dem damals noch unverbauten Blick auf die grünen Hügel (noch vor dem Celtic Tiger) und ich habe mich verliebt. 

Wer sich noch erinnert habe ich damals auch meine Heidelberger Flamme Michael kennengelernt. Zwei Irland Verrückte zusammen auf Tour. Auch wenn das nicht gehalten hat, meine Liebe für Irland hat es.

Erwähnenswert ist noch, dass ich am Ende meiner 14 tägigen Rundreise wieder zurück zunächst nach Doolin und dann auch noch nach Sixmilebridge gefahren bin. Im Jamaica Inn habe ich auch meine damals letzte Nacht verbracht und bin nostalgisch in das Pub vom ersten Abend eingekehrt. Dort begrüßte mich der Wirt wie einen alten Freund und fragte mich, wie meine Reise war und wo ich meine "two Ladies" gelassen habe. So sind die Iren! Unglaublich freundlich und offen. Meine Liebe zu diesem Land und seinem Volk ist dadurch nur stärker geworden.

22.11.15 19:46


Cork City

Diese Woche hatte ich noch Gelegenheit einen Ausflug nach Cork City zu machen. Cork, Zentrum des gleichnamigen Counties, ist mit ca 120.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Irlands und Dank der Lage am River Lee auch Hafenstadt.

Die Entfernung zwischen Lahinch und Cork beträgt eigentlich nur knapp 170 km. Da es aber, wie so häufig hier, nur einen ganz geringen Teil eine Autobahn gibt, muss man schon drei Stunden Fahrt einplanen. Ich bin erst spät gestartet, hatte den Abend vorher und die Nacht bei Kelly und ihrer Familie verbracht. Nach einem entspannten Frühstück war es schon nach elf Uhr als ich mich aufgemacht habe. Auf dem Hinweg habe ich einen kleinen Umweg über Adare gemacht. Dies ist ein netter kleiner Ort der mir auf dem Weg zur Beara Peninsula aufgefallen war. Der Umweg von knapp 30 km brachte mir einen netten Ausflug und einen kleinen Lunch ein. Wirklich ein hübscher Ort.

Das Wetter war wie so häufig in den letzten Wochen sehr stürmisch aber wenigstens trocken. Lahinch war regengeplagt, Adare jedoch trocken. Der Wind war allerdings extrem und hat mich fast Kopf und Kragen gekostet, als an einer alten Kirche die Dachschindeln heruntergeweht wurden und dort im Hof aufschlugen, wo ich dreißig Sekunden vorher noch gestanden und fotografiert hatte. Zeit, weiter zu fahren......

Die weitere Fahrt zog sich dank Baustellen, Straßensperrungen, dem starken Wind usw. ziemlich hin und ich kam erst halb fünf in meinem B&B in Cork an. Von der Stadt habe ich an dem Abend nicht mehr viel gesehen, bin aber trotzdem zu Fuß in die City gelaufen. Dort habe ich mich nach einem kurzen Bummel mit Jay getroffen, deer schon seit dee, Vortag dort zur Schule war. Gemeinsam sind wir in der Franciscan Well Brewery gelandet. Cork ist die Heimat der Beamish & Crawford Brauerei, die schon seit einiger Zeit zu Heineken und Carlsberg gehört. Die Franciscan Well Brauerei befindet sich dort, wo sich früher eine Franziskanisches Mönchskloster stand. Sie haben eine sehr leckere Palette an Craft Bieren und eine Brauereikneipe mit Holzofen Pizzeria. Sehr lecker emotion Ein netter Abend der mit der Nachricht der Bombendrohung im Hannover Stadion endete...... Thema in den irischen Fernsehnachrichten.

Am, nächsten Morgen habe ich mein Zimmer ohne Frühstück verlassen und mir erstmal die University College Cork (UCC) angesehen. Der Campus lag direkt gegenüber meinem B&B und ist riesig! Schöne alte und neue Gebäude, ein interessanter Mix, 1845 unter Queen Victoria gegründet. Außerdem beherbergt der Campus die Lewis Glucksman Gallery. 

Überhaupt hat Cork eine interessante Mischung an Architektur zu bieten. Alte und neue Gebäude sämtlicher Stile. Manche gut gepflegt, andere nicht so. 


Die ganze Stadt mit ihrem Flair, den Menschen aus aller Welt, der Nähe zum Fluß und der Kunst erinnerte mich an Hannover. Es gibt auch eine Hanover Street. 

und ein gleichnamiges Pub. 

Außerdem den English market

Dieser beherbergt viele Wurst- und Fleischstände, aber auch Käse- und Bäckereigeschäfte.

Der Seehafen ist groß und alt

Dann gibt es noch die St. Fin Barrs Kathedrale die mich durchaus an den Kölner Dom denken liess, aber deutlich kleiner ist

Cork hat auch geschichtlich eine große Rolle während des Unabhängigkeitskriegs gespielt. Im Dezember 1920 wurde die Stadt in dessen Verlauf auch niedergebrannt. Der irische Unabhängigkeitskrieg forderte viele Opfer und einigen von Ihnen wurden auf dem St. Fin Barrs Cemetery Denkmäler gesetzt:

Eine wirklich interessante Stadt. Ich wäre gern länger geblieben, musste aber leider zurück. Geschichtlich und gesellschaftlich ist Cork definitiv reizvoll. Außerdem war mir das Wetter hold....Sonnenschein, kaum erwähnenswerte kurze Schauer und nur noch wenig Wind. Ideal für meinen Spaziergang!

 

 

 

21.11.15 12:32


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