Mein Jahr auf der grünen Insel
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Abschied aus Connemara

Nachdem ich in der letzten Woche noch einmal drei Tage in Clare unterwegs war, steht meine Leben in Irland jetzt vor der nächsten Wende. Ich habe mich mit dem Pflegeheim in Liscannor geeinigt und dort auch schon zwei Tage gearbeitet. Zwar können sie mich nur als Pflegehelfer beschäftigen, meine Registrierung als Kinderkrankenschwester wird nämlich nicht für sie ausreichen, aber ich kann erst einmal Geld verdienen. Das ich Dank meiner Ausbildung hier als Kinderkrankenschwester registriert werde, obwohl ich praktisch mein ganzes Berufsleben mit Erwachsenen und Älteren gearbeitet habe, war von mir ja durchaus beabsichtigt. Was ich nicht wusste ist, dass ich damit hier praktisch auch nur bei Kindern arbeiten kann! In Deutschland ist die Kinderkrankenschwester quasi höherwertig in ihrer Qualifikation und damit überall einsetzbar. Das ist in Irland nicht so. Nun arbeite ich also als Helferin. Das ist körperlich schwerer und bringt leider weniger Geld. Aber ich kann mir zunächst eine eigene Wohnung oder ein Zimmer damit leisten und wenn die Registrierung endlich da ist werde ich weitersehen.Das Pflegeheim war mir behilflich bei der Suche nach einer Unterkunft. In Ennistymon, nur wenige Fahrminuten von Liscannor entfernt gibt es ein Cottage zu erschwinglichen 80 Euro die Woche zu mieten. Ich kann es mir hoffentlich in der nächsten Woche ansehen und es beziehen. Bis dahin bleibe ich in Doolin im Hostel. Das Wetter ist mild genug für mein Zelt. ;-)

Im Moment bin ich nur froh aus Connemara weg zu kommen. Die Situation hat sich noch mal verschärft nachdem Neasa mir sowohl am Mittwoch bevor ich nach Clare gefahren bin als auch heute morgen erneut gesagt hat, dass ich mit den Kindern nicht englisch sprechen soll! Besonders heute war das absolut unnötig, weil ich den Tag sowieso mit einer Rundreise hier verbracht habe und morgen früh endgültig abreise. Da gab es keine Gelegenheit zu reden. Es verleidet mir den Abschied und den Rückblick auf die vergangenen drei Wochen aber sehr und ich empfinde ihre Reaktion auch als ungerecht. Weder sie noch ihr Mann haben in dieser Zeit wirklich viel mit mir geredet und versucht mir irisch beizubringen. Die gesamte Kommunikation lief zwischen den Kids und mir die natürlich englisch gesprochen haben als sie gemerkt haben, dass wir so kommunizieren können. Und da bei mir das englisch genauso ohne Nachdenken abläuft wie das deutsch, war es auch nur natürlich englisch miteinander zu reden. Zwischendurch habe ich immer wieder Wörter in Irisch erfragt und auch auf deutsch weitergegeben, aber das reicht ihr offenbar nicht. Schade. So hatte ich mir das nicht vorgestellt.

Als Abschied hier noch ein paar Impressionen von meiner heutigen Rundfahrt über Maam Cross und Oughterard. 

Pearse's Cottage

 

Blumenbank in Oughterard

Aughnanure Castle

 

 

 

 

6.6.15 20:27


Endlich eine Unterkunft

Seit Sonntag bin ich nun in Doolin, Co. Clare und war von der Sonne begleitet! Ich bin wie immer in meinem Lieblingshostel am Aille River untergekommen. Diesmal habe ich mein Zelt ausgepackt, weil man darin doch mehr Ruhe hat als in einem Schlafsaal. Im Aille River Hostel trifft man diverse Stammgäste. Letzte Woche schon waren wir zu viert, Jan aus der Nähe von Lübeck ist aber inzwischen abgereist. Diese Woche waren noch Hans aus der Nähe von Frankfurt (den Cristina und ich schon 2013 getroffen haben) und Horst aus Duisburg da. Ein German Stammtisch ;-) Horst als Rentner hat seine Lebensgefährtin zu Hauses gelassen und verbringt sieben Wochen in Irland so wie jedes Jahr, fast die ganze Zeit in einem Schlafsaal im Aille River Hostel. Hans war jetzt nur da weil er Überstunden abbauen musste, kommt dann zum Sommerurlaub wieder. Er gehört schon fast zur Familie von Robert, dem Besitzer. Wir alle haben aber Donnerstag unsere Zelte in Doolin abgebrochen (bei mir im wahrsten Sinne des Wortes) weil dieses Wochenende das Doolin Folk Festival stattfinden und alles ausgebucht ist! Für mein Zelt wäre sicher noch Platz gewesen aber unter vierzig anderen Zelten und allen anderen Hostel Gästen ist es doch sehr stressig, besonders wenn man selbst arbeitet. Kelly, eine sehr nette Kanadierin die im Hostel arbeitet und mit Mann und Kind hier lebt, bot mir an über das Wochenende bei Ihnen zu bleiben. Dieses Angebot habe ich sofort angenommen!

Heute aber, habe ich endlich ein Zimmer gefunden dass ich langfristig mieten kann. Es befindet sich in einem großen neuen Einfamilienhaus in Lahinch. Die Mieter dort sind Valerie, eine Irin, mit Mike, Kanadier und ihr Lebensgefährte, sowie gemeinsamem Sohn. Sie vermieten außer meinem Zimmer noch ein weiteres und aktuell für drei Monate sogar ein drittes Zimmer. Die anderen Mitbewohner kommen aus Tibet und Indien, es ist also international! Ich habe damit endlich eine feste Unterkunfft und kann mein Auto ausräumen. Am Sonntag ziehe ich ein, bis dahin bleibe ich bei Kelly. 

Gestern habe ich von 16 bis 22 Uhr gearbeitet und auch am Samstag arbeite ich in der gleichen Schicht. Nächste Woche sind es auch drei Tage. Damit ist mein Leben erst mal etwas abgesichert. Langfristig muss ich mich nach etwas anderem umsehen, denn das Pflegeheim braucht eigentlich keinen Pflegehelfer. Ich habe aber gestern gehört, dass es noch ein Heim zwischen Lahinch und Ennistimon gibt. Mal sehen was die sagen. Und sobald die Registrierung da ist, bewerbe ich mich als Kinderkrankenschwester. So haben wir es jetzt vereinbart. Vielleicht ergibt sich auch ein Angebot im Pub oder so, ich bin für alles offen. Der Stundenlohn ist allerdings selbst als Pflegehelfer besser als im Pub, von Kinderkrankenschwester ganz zu schweigen. Es bleibt also spannend!

12.6.15 17:04


Umzug/ Einzug

Seit gestern habe ich endlich eine "eigene" Bleibe. Ich habe dieses wunderschöne große Zimmer mit Doppelbett, Kleiderschrank, Schreibtischecke und eigenem Bad im Haus von Valerie und Mike. Die beiden wohnen hier zusammen mit ihrem gemeinsamen Sohn Odhran (schon wieder :-) ) und vermieten einzelne Zimmer um Geld zu sparen. Ein wirklich nettes Volk. Sie sind kein Paar mehr, verstehen sich aber sehr gut und ziehen ihren siebenjährigen Sohn gemeinsam groß - vorbildlich!

Valerie ist Physiotherapeutin, Osteopathin und stammt aus Thurles in der Nähe von Cashel, Co. Tipperary. Mike ist Kanadier und seit 10 Jahren in Irland. Gemeinsam hatten sie einen Gesundheitsladen in Ennistimon aber Mike hat gerade seine Arabeit aufgegeben um sich um Odhran zu kümmern während Valerie ihre Praxis aufbaut. Sie planen zu dritt eine lange Reise durch Vietnam, Laos etc. im nächsten Jahr. Deshalb wollen sie das Haus auch vermietet wissen.

Wir haben jetzt schon sehr viele lange und interessante Gespräche geführt. Dies ist definitiv ein kommunikativer Haushalt! Außerdem gibt es zwei Hundedamen, Phoebe und Yoda, Mutter und Tochter die unausweichlichen kurzbeinigen Jack Russels die man hier so oft antrifft. Aber auch andere Hunde sind immer wieder zu Gast wie gerade Yodas Vater Spike, der die ganze Sache etwas aufmischt und ständig wegläuft. 

An diesem Wochenende bei Kelly habe ich mich schon sehr wohlgefühlt und auch hier setzt sich das fort. Ich habe jetzt noch mal richtig gespürt wie seltsam ich mich in Connemara gefühlt habe. Es war wirklich so, dass mein Magen immer etwas flau wurde wenn ich unterwegs war und zurück zu Neasas Familie gefahren bin. Ich hatte wirklich nicht das Gefühl willkommen zu sein. Das bin ich jetzt aber los! Selbst zu Majella und Michael in Kilkenny habe ich noch guten Kontakt. Wir schreiben regelmäßig Emails und sie hatte mich sogar gefragt ob ich nicht wieder das Haus hüten will solange sie in Frankreich sind ;-) Ich muss mal zusehen dass ich sie bald besuche. 

Hier ein Bild von meinem Zimmer

die Küche

Fernsehecke

Sitzecke

die kleinen Mitbewohner, Phoebe links, Yoda rechts

 

Von jetzt an habe ich also mein eigenes Reich und auch die Möglichkeit Besucher unterzubringen ;-)

 

 

15.6.15 12:06


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