Mein Jahr auf der grünen Insel
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neue Mitbewohner/ Irlands Süden

Das Haus wird langsam voll. Am Montag ist Tashi aus Nepal eingezogen, am Dienstag dann Jay aus Indien. Beide arbeiten als Köche in Lahinch. Tashi bleibt wohl nur bis September, Jay auf jeden Fall länger. Valerie, Mike und Odhran sind jetzt mit Sack und Pack inkl. drei Betten in Valeries ehemaliges Behandlungszimmer im EG gezogen. Die drei Schlafzimmer im OG sind vermietet wobei meines als einziges ein eigenes Bad hat :-)

Ich hatte drei Tage frei und bin am Dienstag Richtung Cork im Süden aufgebrochen. Das Wetter am Dienstag war schön, sonnig und mild. Mein Ziel war ein Campingplatz in Blarney - den Blarney Stone habe ich mir aber nicht angeschaut. Da meine Erkältung mich Dienstag noch mal voll im Griff hatte, habe ich den Tag entspannt damit verbracht, überwiegend in der Sonne zu sitzen und zu lesen. Cork, als zweitgrößte Stadt Irlands mit immerhin 120.000 Einwohnern in der Stadt, 400.000 im Großraum, hat mich schon aus der Entfernung schon nicht mehr interessiert, deshalb hat mir auch nichts gefehlt. Mittwoch morgen konnte ich das Zelt im trockenen abbauen und bin weiter Richtung Süden gefahren. In Kinsale habe ich auf dem Farmers Market eine großartige Quesadilla gegessen und mir den netten Hafenort angesehen. Von da aus bin ich weiter der Küste nach Westen gefolgt, konnte zumindest kurz meine Füße mal in den Atlantik stellen, dann fing es an zu regnen .... Der Regen hat mich leider den ganzen Tag bis zum Abend begleitet. Trotzdem hatte ich eine interessante Fahrt über Skibbereen, Glengarriff und Kenmare.


 

Am spannensten war die Fahrt über den Priest's Leap, eine Bergtour auf einer schmalen Straße an der Grenze zwischen den Counties Cork und Kerry. Ich wusste nicht, was mich erwartet und wie das Navi mich lotst. Zwischen Schafen und Wolkendecke ist mir glücklicherweise nur ein Auto begegnet! Es gab definitiv nicht genug Platz zum ausweichen. 

Am Abend bin ich dann in Killarney gelandet wo ich wieder mein Zelt aufgeschlagen habe und mich vor dem Regen verkrochen habe. Der nächsten Morgen war glücklicherweise wieder trocken und meine weitere Fahrt hat mich nach Tralee und die Tralee Bay geführt. Von Killarney aus hatte ich einen großartigen Blick auf die Berge des Ring of Kerry:


Ein kinderfreundliches Cafe in Tralee hat so seine Damentoilette ausgestattet, anstelle des Sattels befindet sich ein Wickeltisch ;-)

 So bin ich unter kräftigen Wolken aber immer wieder mal Sonne langsam wieder an der Küste entlang Richtung Lahinch gegondelt. Auf der Autobahn hinter Limerick gab es noch einen kurzen Stau - glücklicherweise auf der Gegenseite - weil ein Kalb weggelaufen war.

 Heute abend werde ich die erste Nachtschicht arbeiten, ich bin gespannt und werde Euch berichten!

3.7.15 16:00


Neue Wege

Die ersten zwei Nachtschichten sind überstanden und ich muss sagen, von der Arbeit und Zeit her war alles gut. Die zweite Nacht war allerdings wsegen der Kollegin mit der ich gearbeitet habe sehr anstrengend! Es ist eh seltsam, dass ich nur der "Mitläufer" ohne Befugnisse bin, auch wenn ich eigentlich die gleiche Qualifikation habe. Die Kollegen wissen das auch alle und keiner benimmt sich so, als habe ich keine Qualifikation. Schwester Ursula allerdings hat einfach eine sehr besondere Art, die ich ziemlich anstrengend finde. Sie ist eigentlich selbst eher unsicher und nervös, versteckt das dann hinter Gerede und verbreitet ziemliche Unruhe damit. Die letzte Morgenrunde startet bei ihr dann um 5 Uhr und es werden die meisten Bewohner ziemlich gnadenlos geweckt und auch angezogen, egal ob es ihnen gefällt. Ich empfinde das grundsätzlich als ziemlich rückständig aber was mich dann wirklich ärgert, ist die Ungeduld mit der sie jeden versorgt. Egal wie wund eine Bewohnerin ist, sie wird geschrubbt. Dabei würden zwei Minuten mehr mit vorsichtigem Vorgehen wirklich niemanden umbringen! Als Fazit waren wir kurz vor sieben mit der Runde fertig, der Nachtdienst endet aber erst um acht. Diese letzte Stunde habe ich nur herumgesessen, während sie irgendwas dokumentiert hat. Danach war ich so müde dass ich fast auf dem Heimweg eingeschlafen wäre! Meine nächste Nachtwache habe ich diesen Sonntag glücklicherweise wieder mit Esther, einer schottischen Schwester. Sie ist einfach großartig und wenn ich mich anstrenge, verstehe ich ihren Akzent vielleicht auch bald ;-)

Da ich im Schnitt nur zwei bis drei Tage pro Woche arbeite, habe ich ungewohnt viel Freizeit. WEnn Zeit und Geldbeutel es dann ermöglichen, fahre ich etwas umher und entdecke neue Strände, Küstenabschnitte oder Orte.Wenn jetzt doch endlich mal wieder ein richtig schöner Sommertag käme, würde ich dort auch endlich mal einen Badetag einlegen! Bisher sind die 20 Grad bei herbem Atlantikwind aber einfach zu frisch für mich gewesen - da bin ich ein Weichei!

Bei einem dieser Ausflüge habe ich diese Pflanze entdeckt, die ich noch nie vorher gesehen habe: 

Ein mannshoher Busch, echt beeindruckend! Wer mir sagen kann was das ist, bitte melden!

 Ansonsten fasziniert mich der weite Himmel hier mit seinen grandiosen Wolkengebilden immer wieder aus Neue und wenn meine neue Kamera auch gefühlt nicht so gut ist wie die alte, so gelingen mir doch immer wieder mal ansehnliche Bilder

Gestern habe ich Horst, meinen Hostel Kollegen aus Doolin verabschiedet. Sein siebenwöchiger Urlaub ist zu Ende gegangen und wir haben noch ein letztes Bier zusammen getrunken. Dienstag waren wir noch zusammen in Milltown Malbay wo diese Woche das Willie Clancy Musikfestival stattfindet. Willie Clancy war ein Piper der in diesem Ort geboren wurde. Zu seinen Ehren findet jährlich dieses Festival statt, dass Leute aus der ganzen Welt anlockt. Es gibt Unterrichtsstunden und Sessions und dieser winzige Orte ist 8 Tage lang völlig überlaufen. 

Zwischendurch bekomme ich auch immer wieder Nachrichten aus Deutschland mit ganz unterschiedlichem Inhalt. So reist zwar meine Mutter nächste Woche schon nach Irland (die Zeit vergeht im Flug!) aber meine Schwägerin Gabi und ihr Partner Richard werden wohl leider nicht kommen können, weil sie einfach noch nicht wieder fit genug sind. 

Liebe Gabi, lieber Richard: Ich bin sicher dass Eure Chance Irland zu sehen noch kommt!

Meine Freundin Henrike hat ein wunderschönes kleines Mädchen zur Welt gebracht, welches den Namen Hannah Joy bekommen hat. Das ist so eine schöne Nachricht und ich bin froh, dass es beiden - und natürlich auch dem fröhlichen Papa - gut geht.

Meine liebe Freundin und Nachbarin Marlies hat jedoch leider ihren monatelangen Krankenhausmarathon (seit Anfang März) nicht überstanden und letzte Nacht diese Welt verlassen.

Wie ich es schon mehrfach in meinem Leben erfahren musste, dreht diese Welt sich weiter, ob man es selbst so empfindet oder nicht. Ich bin dabei sehr traurig, dass ich zum einen nicht Abschied nehmen konnte und zum anderen noch einige Monate warten muss, bis ich das neue Leben endlich persönlich begrüßen kann. Aber das war meine Entscheidung und wie bei allem im Leben, muss man mit den Konsequenzen seiner Handlungen leben.

In diesem Sinne wünsche ich allen, die das hier lesen alles Gute und dass ihr immer hinter euren Entscheidungen stehen könnt! Passt gut auf Euch auf!

 

9.7.15 23:02


Donegal, Christy Moore und Regen

Letzte Woche bin ich für drei Tage in den hohen Norden ins County Donegal gereist. Donegal gehörte zu den Gegenden die ich noch nie besucht hatte. Als ich im April Konzertkarten für Christy Moore im Internet entdeckte, habe ich mich für das Konzert in Bundoran entschieden, um dabei gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Donnerstag bin ich von Lahinch aus gestartet. Das Navi sagte 5 Std. 20 Min für die 250 Kilometer nach Letterkenny im Norden von Donegal. Dieser County ist der nördlichste der Republik Irland. Seine Westseite besteht aus einer schroffen Felsenküste. Östlich grenzt er an Nordirland. Donegal ist bekannt für seine hohen und grünen Berge die mancher Auswanderer sehnsuchtsvoll besungen hat (z.V. In the City of Chicago, singt auch Christy Moore). Ich bin also ganz in den Norden von Donegal gefahren, um am Freitag von dort aus südlich Richtung Bundoran an der Grenze zum County Sligo zu fahren, wo Freitag abend das Konzert war. Auf dieser Strecke wollte ich mir das Land ansehen. Leider hat mir das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Schon vorher war klar, dass es eher regnerisch und kühl sein wird. Deshalb hatte ich mich in der erste Nacht vorsichtshalber in einer Jugendherberge in der Nähe vom Melmore Head eingebucht. Dieses Haus ist eine ehemalige Jagdhütte die sich an einem Hang zwar in Strandnähe aber doch sehr abgelegen befindet. Was für ein Erlebnis!
Ungefähr eine Stunde nach meiner Ankunft dort begann es zu regnen, was Ausflüge etwas begrenzte ?
Dennoch bin ich am Freitag entlang der Küstenlinie südlich gefahren. Da es neben Regen auch noch stürmte, habe ich die Felsvorsprünge und Buchten etwas ausgelassen. Erst am späten Nachmittag bin ich noch die 600 Höhenmeter zum Slieve League heraufgefahren, bei Windböen zwischen 60 und 70 km/h war dann jedoch die Sorge herunter geweht zu werden groß und ich bin wieder in flachere Gefilde gefahren. Auch Fotografieren war dank des Wetters nur begrenzt möglich. Ich hoffe aber, den Slieve League im September nochmal mit Anja und Fritz zu erkunden ?
Zum Abend war ich dann in Bundoran und durfte zwei Stunden lang dem großartigen Christy Moore lauschen. Darauf habe ich schon lange gewartet!
Der Regen und Sturm war etwas abgeklungen. Statt mein Zelt aufzubauen habe ich mich trotzdem entschieden, in meinem Auto zu schlafen, was nur mäßig bequem war. Die Nacht war kurz und ich schon früh auf der Suche nach einem Kaffee. Also bin ich langsam mit mehreren Pausen und Stopps zurück nach Lahinch gefahren. Insgesamt ein schöner Ausflug aber das Wetter war diesmal echt bescheiden.......

 

auf dem Slieve league

Blick auf den Mullaghmore

der River Glen

Insgesamt spielt das Wetter hier nicht sehr gut mit. Obwohl es durchgängig relativ mild ist, haben wir Durchschnittstemperaturen von 17/18 Grad C bei zum Teil heftigen Winden. Wenn sich dann die Wolkendecke vor die Sonne schiebt wirds ganz schön kühl. Das vermiest vielen das Geschäft. Kelly und ihr Mann Patrick haben z.B. eine Firma die Kanu- oder Mountainbiketouren anbietet. Ein absolutes Saisongeschäft wie bei vielen Iren hier in der Gegend. Dank des Wetters läuft es aber nur sehr durchwachsen und Shea, den sie extra für einige Monate im Sommer beschäftigen, wird eigentlich kaum gebraucht, muss aber trotzdem bezahlt werden. Vielleicht ist uns der Wettergott ja gnädig und beschert uns einen schönen Herbst  - die Hoffnung stirbt zuletzt.
Nach meiner Rückkehr am Samstag gab es nicht viel Zeit zum Ausruhen, denn Valerie und Mike hatten zum Barbecue eingeladen. Trotz Regen haben sich geschätzt 60 Leute eingefunden, davon die Hälfte Kinder unterschiedlichen Alters. Mike zog sich ins Gartenhäuschen zurück und stellte seinen Gasgrill unter einem Schirm auf. Von dort aus versorgte er dann unter diversen Bieren die Gäste ca 3 Stunden lang mit Burger Petties und Barbecue Hähnchen. Kanadisches Barbecue in irischem Regen ;-) Die Kids trotzen dem Dauerregen und spielten Fußball und im Haus schwommen Wohnzimmer und Küche von den vielen nassen Füßen. Am späteren Abend packten dann zwei Freunde noch ihre Gitarren und Mundharmonika aus und starteten ein Sing along. Schließlich waren wir vielleicht fünfzehn Leute aus der ganzen Welt, darunter ein Paar aus der Schweiz, eine Isländerin mit erstaunlich tiefer Stimme (ich komme nicht so tief und singe immerhin auch im Tenor!), diverse Kanadier, ich als Deutsche, Jay aus Indien und ein paar eingestreute Iren. Ein sehr lustiger Abend den Jay und ich noch mit einem Bier im Pub beendeten.
Am Sonntag dann habe ich mich zunächst mit Kelly im Randaddies zum Frühstück getroffen (Der Besitzer Randy ist ein Freund von Mike und - genau - Kanadier, außerdem ist Jay der zweite Koch dort). Gegen Mittag dann fuhr die Reisegesellschaft mit der meine Mutter und ihre Freundin Bärbel seit letztem Donnerstag durch Irland touren an den Cliffs of Moher vor und wir haben eineinhalb gemütliche Stunden miteinander verbracht, nachdem wir uns das letzte Mal Ende Februar gesehen hatten. Ihre Bustour geht noch bis Donnerstag, dann kommen die beiden hierher nach Lahinch und wir werden noch sechs Tage zusammen verbringen ehe es am 28. wieder Abschied heißt.

 

20.7.15 19:39


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