Mein Jahr auf der grünen Insel
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freie Tage

Mit Ende August ist in Lahinch eine eigenartige Ruhe eingekehrt. Die Hauptreisezeit ist vorüber und die Touristen haben sich um ca 80% reduziert. Meine beiden Koch Mitbewohner merken das ganz besonders weil ihre Arbeitszeiten die zwischen 60 und 70 Std. pro Woche lagen sich jetzt drastisch reduzieren. Plötzlich haben beide wieder freie Tage und kommen auch früher am Abend nach Hause. Da passt es sich gut, dass Mike mit Odhran seit dem 30.8. weg ist. Die beiden besuchen für einen Monat seine Familie in Kanada. Valerie, Jay und ich haben schon den ein oder anderen Filmabend zusammen auf dem Sofa verbracht und Tashi, der erst am Nachmittag zur Arbeit geht, war einige Male mit mir unterwegs. Da auch ich eine ungewohnt ruhige Woche habe und nur am Wochenende arbeite, sind wir zum Beispiel nach Clahane und zum Loop head gefahren. Clahane, mein liebster Küstenabschnitt hier in der Gegend, ist immer wieder eine Entdeckung je nachdem wie hoch das Wasser steht. An diesem Tag war gerade Ebbe und man konnte sehr weit rausklettern. Dabei entdeckt man Felsen die sonst völlig unter Wasser liegen, absolut faszinierend. 

 Mein reizender tibetanischer Mitbewohner Tashi ist immer wieder froh mal rauszukommen. Es macht Spaß mit ihm unterwegs zu sein, er erzählt dann von Tibet und davon wie unterschiedlich das westliche und östliche Leben ist. Da ich noch nie in Asien war, habe ich da keinerlei Erfahrung. Aber aus erster Hand zu hören, was China z.B. mit Tibet macht, ist schon erschreckend. Erst heute hat er erzählt, dass tibeteische Kinder gezwungen werden ab sieben Jahren eine überregionale Schule zu besuchen, die dann als Internat funktioniert. Diese Kinder kommen nur alle zwei Wochen am Wochenende nach Hause. In der Schule studieren sie von morgens um sieben bis abends um 21 Uhr mit Pausen zum essen. Die Klassen haben zwischen 50 und 60 Schüler und ich denke, hier Kommunismus indoktriniert. 

Seinen freien Tag gestern haben wir für einen Ausflug zum Loop head im Süden genutzt, dort bin ich auch schon mit meiner Mutter und Bärbel gewesen. Absolut faszinierend und im Gegensatz zu den Cliffs of Moher kaum Touristen. 

Hinterher haben wir dann gemeinsam für Valerie und Sinead (das ist Tashis "irische Schwester" gekocht. Was für ein Spaß!

Meine Registrierung lässt weiter auf sich warten. Die Kopie des Ausweises wurde vom Amt nicht anerkannt, weil die Unterschrift des Mannes der die Kopie beglaubigt hat, nicht lesbar sei!!!! Kann man das noch glauben? Die Übersetzung meines deutschen Schreibens wird auch zurückgeschickt. Das Amt fordert den Namen und die Adresse des Übersetzers, der Stempel der Agentur reicht ihnen nicht. Das macht mich wirklich hilfslos und wütend, zumal ich inzwischen mit einer Agentur hier in Ennis in Kontakt bin, die für pädiatrische ambulante Pflege eine Schwester suchen. Ich muss nur endlich die Registrierung vorlegen, dann kann ich starten!

Dazu kommt, dass Valerie mich gebeten hat auszuziehen, weil sie einen Raum im Haus braucht, um Patienten zu behandeln. Ihr ehemaliger Behandlungsraum ist ja inzwischen Schlafzimmer für Valerie, Odhran und Mike weil sie alle drei Schlafzimmer untervermietet haben. Selbst mit Tashis Auszug Ende September (er geht nach Galway weiter zur Schule) haben sie nicht genug Zimmer weil Mike ein eigenes Zimmer braucht. Das Ex-Paar kann sich nicht dauerhaft ein Zimmer teilen. Valerie hat ja in Ennistimon, Limerick und Thurles je einen Behandlungsraum für einzelne Tage in der Woche, es werden aber immer mehr Patienten hier in der Gegend und der Raum in Ennistimon steht leider an keinem weiteren Tag mehr zur Verfügung. Sie muss sich also hier ein Behandlungszimmer einrichten. Im Moment nutzt sie notfallmäßig unser kleines Wohnzimmer, das ist nicht sehr professionell.....

Ich werde mir also etwas Neues suchen, will das aber davon abhängig machen, wo ich arbeite! Mit Registrierung werde ich eher nach Ennis ziehen weil es dort einfach mehr pädiatrische Fälle gibt. Ohne Registrierung werde ich weiter im Pflegeheim arbeiten und dann auch dort in der Nähe wohnen. Ennis ist 40 Fahrminuten entfernt, nicht wirklich ideal nach einer 12 Std. Nachtschicht.

Grade als ich dachte richtig zur Ruhe zu kommen wird alles wieder aufgewirbelt.

Ich arbeite weiter an der Registrierung und freue mich jetzt auf meinen Besuch von Fritz und Anja die nächsten Donnerstag ankommen, das ist weniger als eine Woche entfernt! Juhuuuuu

4.9.15 15:00


Reisetagebuch erster Tag - Ankunft und Regen

Am Donnerstag den 10.09. sind Fritz und Anja aus Hannover hier angekommen. Während sie sich mit dem Bus von Dublin aus auf den Weg nach Ennis gemacht haben, habe ich morgens gearbeitet, dann mein Zimmer vorbereitet, aufgeräumt, Betten bezogen, vorgekocht.....

Kurz nach 22 Uhr fuhr dann der Dublin Coach in Ennis vor und ich konnte die beiden endlich in den Arm nehmen! Was für eine Freude. Der Abend wurde dann in meiner momentanen Heimat Lahinch mit Bier und Spaghetti Bolognese gefeiert. Was haben wir gelacht und geredet! Jay verwöhnte uns am nächsten Tag zum Frühstück mit super luftigen Pfannkuchen.

Während die Tage vorher hier mal sonnig und warm mit 20 Grad waren, fing es ab Freitag dann an zu regnen und ganze Sturzbäche kamen herunter! Unsere Tour durch den Burren war deshalb eher Auto-lastig, Spazieren gegangen sind wir nur in der Tropfsteinhöhle in Doolin.

Ganz schön niedrig, ohne Helm hätte es einige Beulen gegeben. Aber 70 Meter unter der Erde erwartet einen dafür ein Riesen Stalagtit!

Ein Zwischenstopp in Ballyvaughan brachte einen verdienten Pubbesuch. 

Am Hafen konnten wir die Fahrradreparaturstation bewundern. Hinterher ging es noch in die Burren perfumery um sich mit schönen Düften einzudecken. 

Am Abend wurden wir von Tashi mit Lamm Curry versorgt. 

Wie toll ist es zwei Köche im Haus zu haben!

 

to be continued/ Fortsetzung folgt......

20.9.15 00:24


Reisetagebuch zweiter Tag - Felsen und Klippen

Samstag war der Wettergott wieder gnädig gestimmt und ließ die Sonne vom Himmel scheinen. Nach dem Frühstück sind wir zunächst nach Clahane gefahren um mal ein wenig Seeluft zu schnuppern, schließlich konnten wir das Meer am Vortag nicht mal richtig sehen unter all den Wolken!

Nach kurzer Kletterpartie


ging es weiter nach Süden. Ein kurzer Zwischenstopp in Kilkee zur Nahrungsaufnahme und Pipipause....

....ging es weiter an den Loop head (ich weiß, beliebtes Ausflugsziel, aber nicht umsonst :-) )

Anjas Mut sich bäuchlings an den Klippenrand zu legen und runter zu fotografieren war schon beeindruckend! Mir wurde schon schwindelig wenn ich mich zwei Meter vom Rand entfernt stehend umgedreht habe!


 

Später habe ich auch mal daran gewagt und ein paar tolle Aufnahmen gemacht.

 


Anja war stolz auf mich :-)))))

 

Ein sehr spaßiger Tag mit viel Sonne und Picknick im Gras liegend. 

Außerdem habe ich endlich mal wieder einen Chauffeur gehabt ;-))

Abends hatten wir noch einen vergnüglichen Abend mit Kelly und ihrem Mann Patrick im Long Street Cafe in Lahinch, das ist das Restaurant in dem Tashi arbeitet. Auch das Bier war wirklich lecker und trinkbar.......

 

22.9.15 11:17


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